„Nein, komm lieber nicht zur Karnevalszeit. Zu Karneval gehen nur Narren in den Landtag“, war die augenzwinkernde Antwort von Dennis Sonne auf eine Anfrage nach einem Berufsfelderkundungstag im Februar. Die Lüdinghauserin Frieda Schütte hatte schon Anfang Dezember eine Anfrage an den Landtagsabgeordneten geschickt, um ihm für einen Tag im Landtag über die Schulter zu schauen. Allerdings sind die Kalender in Düsseldorf streng rheinländisch reglementiert: Es gibt kaum Betrieb im Landtag während der tollen Tage. Die Arbeit des Abgeordneten und seines Büros findet an Telefon und Notebook statt: Das ist für ein Praktikum denkbar schnöde.
Allerdings hat sich für Frieda schnell eine Alternative gefunden. Sie konnte nach Absprache mit der Schule die letzten zwei Werktage im Januar im Landtag verbringen. „Wir nehmen immer gerne Praktikant*innen auf. Das ist eine Gelegenheit, zu hören, was junge Menschen antreibt und wie sie Politik sehen“, sagt Dennis Sonne. Der Kalender war gut gefüllt mit einer Rede des Landtagsabgeordneten und zwei Gesprächsterminen während des Plenums am Donnerstag. Am Freitag waren ein „Inklusionspolitisches Frühstück“ mit vielen Akteuren aus unterschiedlichen politischen Bereichen und eine Führung durch den Landtag zusammen mit einer Schulklasse angesetzt.
Friedas Fazit: „Es war schon eine tolle Erfahrung, den Landtag zu erleben. Dann auch noch in die Abläufe eingebunden sein und sehen, wie die Abgeordneten Gespräche führen, war ein richtig guter Einblick in Politik.“
Bild v.l.: Frieda Schütte (Praktikantin Lüdinghausen), Arman Anwari (Praktikant), Mona Neubaur (Ministerin MWIKE), Omar Al-Qura’an (Praktikant), Dennis Sonne (MdL GRÜNE)
Bildbeschreibung: Auf dem Bild sieht man drei Praktikant*innen zusammen mit der Ministerin Neubaur und Dennis Sonne